Referenten - Colloqium 2017

DerIslam (ein) zentraler Konfliktherd um europäische Freiheitsrechte? – Teil II (2017)

Dr. Reinhard Müller, geb. 1968 in Walsrode, 1987 Abitur, Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Münster, 1993 und 1997 Staatsexamina, 1996 Promotion zum Dr.iur. an der TU Dresden, seit 1998 in der politischen Redaktion der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vor allem für rechts- und innenpolitische Themen, inzwischen auch verantwortlich für die Seiten „Staat und Recht“ (wöchentl.) und „Zeitgeschehen“ (täglich), (fast) täglich mit Kommentaren, Leitartikeln oder Berichten in der F.A.Z. präsent.

Prof. Dr. Michael Sachs, geb. 1951 in Duisburg, 1969 Abitur, Jura-Studium an der Univ. zu Köln, Staatsexamina 1973 und 1978, 1976 Promotion zum Dr.iur. und 1985 Habilitation in Köln, seit 1987 Professuren in Augsburg, Potsdam und Düsseldorf, seit 2001 Lehrstuhlinhaber für Staats- und Verwaltungsrecht an der Univ. zu Köln, Direktor des dortigen Instituts für Deutsches und Europäisches Wissenschaftsrecht, Herausgeber eines Grundgesetz-Kommentars (7. Aufl. 2014, 2700 S.), Mitautor des 5-bändigen „Staatsrechts“ seines Lehrers Klaus Stern, viele Veröffentlichungen zu Grundrechten, Staatsorganisationsrecht, Verwaltungs- und Verwaltungsprozessrecht, Wissenschaftsrecht.

Dr. Lothar Häberle, geb. 1954 in Frankfurt/Main, 1973 Abitur, Studium der Staatswissenschaften (bes. VWL) in Bonn und Köln, 1978 Diplom-Volkswirt und 1982 Promotion zum Dr.rer.pol. an der Univ. zu Köln, mehrjährige Tätigkeit in der Politikberatung, u.a. für einen Landesminister, derzeit wissenschaftlicher Referent und im Leitungsteam des Lindenthal-Instituts in Köln, Veröffentlichungen und Seminare zum Religionsrecht, zu Toleranz, Relativismus, zum Spannungsfeld von Sicherheit und Freiheit, zu Ehe und Familie, zu demographischen und demoskopischen Studien.

Referenten - Colloqium 2016

DerIslam (ein) zentraler Konfliktherd um europäische Freiheitsrechte? 

Prof. Dr. Bassam Tibi, geb. 1944 in Damaskus, 1962 Studium der Sozialwissenschaften, Philosophie und Geschichte in Frankfurt (u.a. bei Horkheimer, Adorno, Habermas und Fetscher), 1971 Promotion in Frankfurt, 1981 Habilitation in Hamburg, 1973-2009 Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Göttingen. Intern. Lehrtätigkeiten, u.a.: 1982-2000 Harvard University, Von 1986 bis 1988 als DAAD-Gatsprofessor u.a. in Khartum (Sudan) und Yaoundé (Kamerun), 1994 University of California in Berkeley, 1995 u. 1998 an der Bilkent-Universität in Ankara, 2003 Jakarta, 2003-04 St. Gallen, 2004-10 A.D. White Professor an der Cornell University, USA, 2008-09 Senior Research Fellow an der Yale University, USA. Tibi prägte Begriffe wie „Leitkultur“ und „Euro-Islam“, er ist Autor von über 40 deutsch- und englischsprachigen Monographien. Neuere Veröffentlichungen: Der neue Totalitarismus. Heiliger Krieg und westliche Sicherheit (2004), Mit dem Kopftuch nach Europa? Die Türkei auf dem Weg in die Europäische Union (2. Aufl. 2007), Die islamische Herausforderung. Religion und Politik im Europa des 21. Jahrhunderts (3. Aufl. 2008), Islam’s Predicament with Cultural Modernity. Religious Reform and Cultural Change (2009), Islamism and Islam (2012), Europa ohne Identität? Europäisierung oder Islamisierung (2016).

Dr. Thorsten G. Scheiders, geb. 1975, Studium der Sozialpädagogik und Politikwissenschaften, Promotion in Islamwissenschaften. 2000-04 wissenschaftl. Mitarbeiter am Institut für Arabistik und Islamwissenschaft, anschl. Assistent am Lehrstuhl für Religion des Islam an der Universität Münster. Heute Nachrichtenredakteur beim Deutschlandfunk. Neuere Publikation: Salafismus in Deutschland: Ursprünge und Gefahren einer islamisch-fundamentalistischen Bewegung (2014), Wegbereiter der modernen Islamfeindlichkeit: Eine Analyse der Argumentationen so genannter Islamkritiker (2014).

Dr. Çefli Ademi, geb. 1981, 2000-06 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld u. erstes juristisches Staatsexamen, 2008-10 Rechtsreferendariat, zweites juristisches Staatsexamen. 2010 Junior Lawyer in Abu Dhabi (Islamisches Recht), 2007-11 Promotion an der Bucerius Law School in Hamburg im Verfassungs- und Strafprozessrechts. Parallel Lehrbeauftragter u.a. an den Universitäten Bielefeld und Münster. Seit 2012 Habiltand am Zentrum für Islamische Theologie, Univeristät Münster. 2013 Studien- und Forschungsaufenthalt in Kairo (Al-Azhar) sowie Amman, 2014 Visiting Scholar an der Cambridge University (Islamic Jurisprudence).

Prof. Dr. Christine Schirrmacher, geb. 1962, Studium der Islamwissenschaft, Geschichte, Germanistik und Vergleichende Religionswissenschaft in Gießen und Bonn, Promotion und Habilitation in Islamwissenschaft an der Universität Bonn. Lehrtätigkeit u.a. seit 2001 an der „Akademie Auswärtiger Dienst“ (Berlin), seit 2007 bei Landes- und Bundesbehörden der Sicherheitspolitik, 2013 Lehrstuhlvertretungen der Professur für Islamwissenschaft in Bonn, seit 2013 Professorin für Islamische Studien an der Ev.-Theol. Fakultät in Leuven. Neuere Veröffentlichungen: Die Scharia: Recht und Gesetz im Islam (2. Aufl. 2009), Islamismus: Wenn Religion zur Politik wird (2010), Islam und Demokratie: Ein Gegensatz? (2013), Politischer Islam und Demokratie: Konfliktfelder (2015), ’Let there be no Compulsion in Religion‘ (Sura 2:256). Apostasy from Islam as Judged by Contemporary Islamic Theologians. Discourses on Apostasy, Religious Freedom, and Human Rights (2016).