Ethik der Leistung

Cover: Ethik der Leistung

Hrsg. Hans Thomas, 320 Seiten, broschiert, Verlag BusseSeewald Herford 1988, EUR 12.-

Mit Beiträgen von Rocco Buttiglione (Rom/Schaan, Liechtenstein), Boris Groys (Köln/Moskau), Josef Kardinal Höffner (Köln), Peter Koslowski (Witten-Herdecke), Rolf Langhammmer (Kiel), Juan Antonio Perez Lopez (Barcelona), Martin Rhonheimer (Zürich), Hans Thomas (Köln), Bernardo Malvar Villegas (Manila), Peter Zürn (Köln).

Menschliches Handeln ohne ethische Motivation funktioniert auf Dauer nicht. Dies gilt für alle Lebensbereiche, in denen der Mensch Entscheidungen treffen muß und Bewertungen vornimmt. Ein Schlagwort, das den Zeitgeist von heute prägt, heißt Leistung. Sie gilt als Maßstab für die Beurteilung von Menschen. Wo aber nur das Leistungsprinzip gilt, sind Konfliktsituationen und Mißerfolg nur eine Frage der Zeit, weil die Nebenwirkungen menschlichen Handelns nicht berücksichtigt werden. Leistungsethik aus sehr unterschiedlicher Betrachtungsweise wird in dieser Dokumentation auf hohem Niveau analysiert und vorgestellt. Der Band gliedert sich in vier Themenbereiche: 

1. Ethik und Sozialethik: 
Auch als vor-politisches Handeln ist Wirtschaften Gegenstand der Ethik. Wo sie ihre Unbestechlichkeit verliert, ist Wirtschaft ein Besatzungsgebiet der Interessenpolitik. 

2. Dritte Welt/Weltwirtschaft: 
Das "Hungerproblem" und die "Auslandsschuldenkrise" werden aus der Perspektive des Industrielandes Bundesrepublik Deutschland (Langhammer, Kiel) und des Entwicklungslandes Philippinen (Villegas, Manila) beleuchtet. 

3. Unternehmensführung/Unternehmenskultur: 
Durch die Stechuhr ist die Leistung nicht mehr zu gewährleisten. Mit zunehmender Arbeitsqualifizierung tritt an die Stelle formaler Kontrollsysteme die Förderung spontaner Systeme. Führung wird zu Anleitung der Eigenmotivation. 

4. Wirtschaftsordnung: 
Die These des deutschen Ökonomen und Philosophen "Marktwirtschaft bedarf der Ethik" und die des russischen Kollegen "Verderbt die Wirtschaft nicht durch Ethik" scheinen entgegengesetzt zu sein. Es zeigt sich aber, daß sie sich ergänzen. 

 

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