Biopolitische Neubestimmung des Menschen

Menschenwürde und personale Autonomie

Internationales Colloquium | 10.-11. November 2017tl_files/pic/sys_pic/kas_logo.jpg
In Kooperation mit der


Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und das Grundgesetz haben die Menschenwürde als oberstes Prinzip verankert. Biopolitischen Optimierungen durch den Staat sollte damit eine absolute Grenze gesetzt werden. In den bioethischen Debatten der letzten Jahrzehnte stehen aber Eugenik und Euthanasie – in liberalem Gewande – als legitime Optionen wieder auf der Tagesordnung. Der Würdebegriff gerät ins Zentrum der kontroversen Diskussion. Seine Bedeutung hat sich im Alltagsverständnis verschoben. Unantastbar ist nicht mehr die Würde des Menschen, sondern seine Selbstbestimmung, seine personale Autonomie.

Die Person erscheint als ein autonomes Subjekt, das sich seine Realität nahezu vollständig selbst konstruieren kann. Sämtliche Bedingtheiten durch Kultur, soziale Strukturen, Körperlichkeit, bis hin zur biologisch vorgegebenen Geschlechtlichkeit, stellen Begrenzungen dar, die nicht konstitutiv sind, sondern beliebig neu konstruiert werden können.

Vor diesem Hintergrund möchten wir die Diskussion um Würde und Autonomie des Menschen führen und damit einen Beitrag zu einem existentiellen Kernthema von großer anthropologischer und gesellschaftspolitischer Bedeutung leisten.

 

Programm

Freitag, 10.11.2017

  • Ab 14.00 Uhr Empfang und Registrierung im Hotel Regent
  • 15.00 Uhr Begrüßung
  • 15:10 Uhr Einführung (Dr. J. Christian Koecke – Konrad-Adenauer-Stiftung)
  • 15.30 Uhr Prof. Dr. Christian Hillgruber: Menschenwürde und Autonomie – ein und dasselbe?
  • 16.15 Uhr Kaffeepause
  • 16.45 Uhr Prof. Dr. Manfred Spieker: Menschenwürde und künstliche Befruchtung. Wohin führt die assistierte Reproduktion?
  • 17.30 Uhr Prof. Dr. Antje Kapust: "Was wir nicht in der Hand haben" – Grenzen von Autonomie
  • 18:15 Uhr Pause
  • 18.30 – 19.15 Uhr Diskussion (Dr. J. Christian Koecke)
  • 20.00 Uhr Empfang im Lindenthal-Institut (Getränke und Catering)

Samstag, 11.11.2017

  • 9.00 Uhr Empfang und Registrierung
  • 9.30 Uhr Begrüßung
  • 9:40 Uhr Einführung (Dr. Johannes Hattler – Lindenthal-Institut)
  • 10.00 Uhr Dr. Anthony McCarthy: Artificial Wombs and the Body: Ethical Reflections
  • 10.45 Uhr Kaffeepause
  • 11.15 Uhr Prof. Dr. Christopher Tollefsen: From Patient Autonomy to Patient Authority: A Natural Law Approach
  • 12.00 Uhr Dr. Martin Hähnel: Human Dignity and the Latest Developments in Stem Cell Research and Genome Editing
  • 12:15 Uhr Diskussion (Dr. Martin Hähnel)
  • 13.00 Uhr Mittagessen
  • 14.15 Uhr Dr. Marcus Knaup: Was heißt in Würde sterben?
  • 15.00 Uhr Prof. Dr. Axel W. Bauer: Die „Autonomie“ als medizinethischer Zentralbegriff der 1990er Jahre und ihre Verwandlung zum Mantra entgrenzter Biopolitik
  • 15.45 Uhr Kaffeepause
  • 16.15 Uhr Abschlussdiskussion (Dr. Johannes Hattler)
  • 17.00 Uhr Verabschiedung und Ende

Informationen zu den Referenten

tl_files/pic/sys_pic/iconPDF.gif Das Programm als PDF

Letztes Registrierungs-Datum: 04.11.2017

Anmeldung

Verbindliche Anmeldung zu folgender Veranstaltung:
Felder mit * müssen ausgefüllt werden











 

Überweisungen mit Angabe des Namens und "Colloquium Biopolitik" an das Lindenthal-Institut (DE30 3708 0040 0985 0508 00)

Bitte rechnen Sie 9 plus 9.

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